Eigenheimbau mit Großaquarium

Schon lange Zeit war es mein Traum, ein richtig großes Aquarium zu Hause zu haben. Über viele Jahre hatte ich mich mit verschiedenen handelsüblichen Aquarien größenmäßig „nach oben“ gearbeitet, doch ein richtig großes Aquarium war bisher nicht drin. Und lange blieb es ein Traum.

AquaGlas: Einbau GroßaquariumDann begann die Planung eines Eigenheimbaues und damit rückte ein Großaquarium wieder in den Blick. Von Anfang an wurde die Umsetzung eines Großaquariums in der Planung einbezogen. Schließlich stand fest: es sollte ein Raumteiler sein mit 2,30 m Breite, 1,00 m Höhe und 1,10 m Tiefe sein. Und es sollte ein Malawi/Tanganjika-Becken werden. Die nächste wichtige Frage: wer setzt so ein Projekt professionell und akkurat um. Zunächst habe ich also im Internet geschaut und eine Übersichtsseite deutscher Aquarienbauer gefunden. Danach habe ich eine genaue Beschreibung und Skizze des Projekts an 4 Aquarienbauer mit Bitte um Erstellung eines Kostenvoranschlags gesandt. Als Erstes hatte ich dann ein Angebot von Herrn Klebsch von AquaGlas vorliegen. Es folgten mehrere Telefonate in ausgesprochen angenehmer Atmosphäre mit einem gesunden Schuß Humor. Meine Entscheidung war gefallen. (Nebenbei bemerkt: die anderen Angebote waren überwiegend auch ok, trafen aber später ein und preislich lagen alle eng beieinander.)

AquaGlas: Einbau GroßaquariumNach Fertigstellung des Hausrohbaues vereinbarte ich mit Stefan Klebsch eine Vor-Ort-Begehung, um spätere Überraschungen zu vermeiden. Trotz der zusätzlichen Kosten (eine entsprechende Fahrtpauschale wurde fällig) würde ich jedem, der ein ähnliches Projekt umsetzen will, dringend raten, vor dem eigentlichen Einbau auch eine Vor-Ort-Besichtigung durchzuführen. Jedenfalls lernte ich so Stefan Klebsch persönlich kennen, das gute Gefühl, den Richtigen gefunden zu haben, blieb. Und es hat sich sehr gelohnt, denn die Tücke liegt im Detail. Jedenfalls wurden an diesem Tag noch viele kleine Dinge geändert, die in dieser Bauphase noch unproblematisch umzusetzen waren.

AquaGlas: GroßaquariumDanach verstrich einige Zeit, bis die Fertigstellung des Hauses naherückte. Jetzt ging die Detailtüftelung los. Das Becken an sich war kein Problem, auch über die Filteranlage, Strömungspumpe und Beleuchtung hatten wir schon gesprochen. Unbedingt wollte ich aber auch den für ein Malawi/Tanganjika-Becken notwendigen Steinaufbau professionell ausführen lassen. Mit echtem Gestein kommt da eine Menge Gewicht zusammen, sodass mir Stefan Klebsch die Module von Back-To-Nature empfahl. Bis wir hier die richtige Kombination gefunden hatten, dauerte es einige Zeit. Ich habe nun meinerseits die Werkstatt von Stefan Klebsch besucht und wir haben mit Miniaturmodulen herumexperimentiert. Schließlich haben wir eine schöne Kombination gefunden, leider stellte sich heraus, dass die Lieferung der Großmodule doch sehr lange auf sich warten ließ. Dadurch verzögerte sich der Einbau des Aquariums noch einmal.

AquaGlas: GroßaquariumDann nahte aber der große Tag. Vorher wurde das Glas noch direkt bei mir angeliefert: eine halbe Tonne Glas stand auf meiner Terrasse und ich bekam langsam ein Gefühl für die wirkliche Größe des Aquariums. Dann rückte an einem Herbstwochenende Herr Klebsch mit seinen Helfern an. Am ersten Tag wurde die Stahlunterkonstruktion eingebaut und die Glasscheiben millimetergenau plaziert. Dann wurden Unmassen Silikon verspritzt, um das Ganze wirklich wasserdicht zu machen. Auch hier steckte die Tücke wieder im Detail, sodass es sehr spät bis zum Feierabend wurde. Am zweiten Tag wurde die gesamte Verrohrung gefertigt und installiert, unglaublich, wie viel Kleinarbeit da noch nötig war. Alles wurde aber mit Detailliebe ausgeführt - die handwerkliche Ausführung war überzeugend.

Am Ende stand also endlich mein Traum in Glas vor mir. Und jetzt folgte der Schock: 4 Wochen Trocknungszeit der Silikonfugen - eine wirklich harte Zeit. Noch stand das Aquarium als „nackter Glaskörper“ da mit freiem Blick auf die gesamte Technik und den Filter. Es blieb also etwas Zeit, die entsprechende Verkleidung vom Tischler bauen zu lassen.

AquaGlas: Großaquarium

Der Rest ist dann schnell erzählt: die Inneneinrichtung mit Quarzsand und wenigen Pflanzen war schnell gemacht (ich hockte da im noch nicht befüllten Becken); Wasser einlassen (ca. 3 Stunden Befüllzeit bei voll aufgedrehtem Wasserhahn!), Technik in Betrieb nehmen. Reichlich 2 Wochen stand dann das Aquarium ohne Fische. Nicht zu erwähnen brauche ich, dass alles dicht war (bei der Größe irgendwie eine beruhigende Beobachtung).

Und dann haben 120 Fische ein neues Zuhause gefunden: eine Mischung zweier Tropheusarten und mehreren Mbuna-Arten. Das Ergebnis: gigantisch und noch viel besser als von mir erträumt. Und ein echter Hingucker im Haus, absolut einmalig.

Danke an AquaGlas und Stefan Klebsch.