Der etwas andere Aquarienkauf

oder: Wie ein Aquarium in die Schweiz kam.

Nach 14 Jahren mit einem 750 l Becken stand ein neues Aquarium auf meinem Wunschzettel. Aber wenn schon neu, dann auch mit neuer Idee. Es sollte ein Raumteilerbecken werden. Somit war klar: Gross muss es sein. Massgeschneidert für das Wohnzimmer musste es sein. Erst ging es ans zeichnen. Heraus kam ein 1.400 l Becken.

Wer baut mir das ? Kostenvoranschlag in 2 Aquariengeschäften in der Schweiz. Mich traf der Schlag. Der Haussegen würde bei diesem Betrag schief hängen.
Projekt beerdigen oder redimensionieren, damit ein 12mm Glas reicht.
Andere Lösung suchen. Direkt von einem Hersteller. So entgeht dem Händler zwar die Marge, aber ich kann mir so das Aquarium leisten. (Am Fischfutter wird er dauerhaft verdienen.)

Google sei Dank, stöberte ich lange im Internet und stiess auf die Homepage von "Aquaglas". Ranstadt in Deutschland. 470 km von mir entfernt.
Die Infos auf der Homepage und die Bilder machten mir den besten Eindruck. Hier ist ein Profi am Werk. Handarbeit und Massanfertigungen. Das ist mein Hersteller.
Jetzt muss nur der Preis noch stimmen.

E-Mail Anfrage und telefonische Kontaktaufnahme mit Herrn Klebsch. Sehr sympathischer Eindruck am Telefon. Der Fall war klar. Das Vertrauen war da, die Anzahlung geleistet ohne, dass ich jemals vorher nach Ranstadt zu "Aquaglas" fuhr.

Ich wurde nicht enttäuscht. 4 Wochen später fuhr ich mit gemietetem LKW inkl. Hebebühne nach Ranstadt. Da stand es nun. Perfekt verarbeitet mit Filter und Unterschrank. Eine Wucht! Aufgeladen, festgezurrt und ab ging es zurück in die Schweiz. Dort standen 3 Männer bereit, damit wir das schwere Aquarium unbeschadet ins Wohnzimmer transportieren konnten. Jetzt läuft das Becken ein und wartet auf 80 Tropheus moori. Die dürfen sich sogar noch etwas vermehren, damit das Aquarium voll wird.

Jakob Dolder